Ist das Putzen von Fenstern mit Cola und Zahnpasta eine clevere Idee?

Ich habe einmal im Fernsehen gesehen, dass man zum alternativen Fensterputzen völlig problemlos Cola und Zahnpasta verwenden und diese mischen kann. Danach hätte man angeblich bis zu einem Jahr lang saubere Fenster.

Aber ist das wirklich so sinnvoll? Ich habe da mal ein wenig recherchiert.

Cola hinterlässt klebrige Zuckerreste

Die erste Webseite, auf die ich während meinen Recherchen gestoßen bin, ist die Seite der „Achleitner Gebäudedienste“. Sie listet verschiedenste Produkte auf, mit denen man angeblich das Fenster wirklich sauber kriegt – solche, die befürwortet werden; aber auch solche, die problematisch sind.

Hierbei bin ich auf die Überraschung gestoßen, dass Cola und Zahnpasta – die innerhalb der Seite als zwei separate Produkte gelistet werden – gar nicht so sehr vorteilhaft sein sollen, wie gerne behauptet wird.

Laut „Achleitner Gebäudedienste“ könne die in Cola enthaltene Phosphorsäure zwar Verunreinigungen von Fenstern lösen. Unvollständig abgewaschene Cola hinterlasse allerdings durch ihren hohen Zuckergehalt klebrige Zuckerreste am Fenster – was dann wiederum Insekten anlocken würde. Ebenso würde dies dazu führen, dass sehr schnell wieder Schmutz am Fenster anhaften bleibt.

Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass ein Fenster mit Cola bis zu einem Jahr lang nicht ein zweites Mal poliert werden muss.

Verschiedene Sichtweisen

Zahnpasta wiederum sei nicht wirklich besser. Sie werde zwar für verschiedene Reinigungsanwendungen empfohlen – enthalte aber Abrasive. Mikroskopisch kleine Schleifpartikel, die eine Fensterscheibe oder auch den eigenen Fensterrahmen zerkratzen können.

Damit sind diese beiden Produkte für mich gedanklich eigentlich schon durchgefallen.

Was aber sehr spannend ist, ist die Überraschung, dass es hinsichtlich von Cola und Zahnpasta ganz offensichtlich mehrere Sichtweisen gibt. Wie ich im Lauf von meinen Recherchen herausgefunden habe, sind diese sehr unterschiedlich.

Eine der echt völlig anderen Sichtweisen auf die beiden Produkte vertritt zum Beispiel die „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“. Sie hebt insbesondere die Genialität von Cola und Zahnpasta hervor – und erklärt diese sogar zu „Unterschätzte Alleskönner“.

Cola und Essig: Vergleichbarer pH-Wert

Cola habe dieser Seite zu Folge genau wie weißer Essig auch einen pH-Wert von etwa 2,5. Des weiteren enthalte es kräftige Säuren wie Zitronensäure, was es zu einem starken Reinigungsmittel mache. 

Was im Gegensatz zu vorheriger Seite völlig anders dargestellt wird, ist, dass zu einer besseren Wirkung von Cola vor seinem Auftragen zuallererst ein Fensterreiniger aufgetragen werden sollte. Erst danach könnte man mit Cola die Scheibe nachreinigen… Der Grund hierfür sei, dass Cola nicht antibakteriell sei.

Mit dieser Methode könnten dann auch Flecken und Schlieren auf einer Scheibe völlig problemlos entfernt werden.

Mit feuchtem Schwamm nachwischen

Zahnpasta habe ebenso tolle Vorteile. Sie reinige nicht nur unsere Zähne, sondern eigne sich genauso fürs Entfernen von harten Wasserflecken auf Fensterglas.

Hierfür empfiehlt die „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“, eine kleine Menge Zahnpasta mit einem feuchten sowie weichen Tuch auf die betroffene Stelle aufzutragen – und, im Anschluss mit einem feuchten Schwamm nachzuwischen. Um so alle Reste der Zahnpasta entfernen zu können.

Auch leichte Kratzer auf dem Fensterglas ließen sich mit Zahnpasta entfernen. Hier könne dieses einfache Hausmittel wie Schleifpaste fungieren – und, das Glas rund um den Kratzer auf das gleiche Niveau ebnen wie den Kratzer selbst.

Auf diese Weise würde dann der Kratzer verdeckt.

Dies lässt einen schon ein wenig nachdenklich zurück – denn Kratzer sind somit ganz offenbar bei Zahnpasta unvermeidlich… Womit das Produkt offensichtlich doch nicht so gut ist, wie vielfach behauptet wird.

Eine These, die dann auch wieder jener Aussage der „Achleitner Gebäudedienste“ nahekommt.

Empfehlenswerte Alternativen

  • Ceranfeld-Schaber:

    Laut „Achleitner Gebäudedienste“ eine Option. Es gebe allerdings dringend zu beachten, dass fest anhaftende Aufkleber, Klebebandrückstände oder Farbreste nicht immer mit einem Ceranfeld-Schaber vollständig entfernt werden können, ohne dass Schäden auf dem Fensterglas entstehen.

    Für eine erfolgreiche Behandlung sei entscheidend, dass die Klinge des Glasschabers einwandfrei scharf und unbeschädigt ist – denn wenn sie das nicht ist, könnten Kratzer in der Scheibe entstehen.
  • Spülmittel

    Auch wenn es erst einmal komisch klingt: Man kann laut „Achleitner Gebäudedienste“ tatsächlich Spülmittel für Fenster verwenden!

    Schmutz, Kalk und Fett würden bestens von der Scheibe entfernt. Aber: Es kommt ganz klar auf die Dosis an – denn zu viel Spülmittel im Putzwasser schäumt dann sehr; kann in Folge dessen hässliche Schlieren auf der Fensterscheibe hinterlassen.
  • Zeitung

    Klingt ebenfalls etwas seltsam – aber nasse Fensterscheiben könnten laut „Achleitner Gebäudedienste“ völlig problemlos mit Zeitungspapier trocken poliert werden… Und das auch noch streifenfrei!

    Dabei dürfe dann aber nicht die Druckerschwärze abfärben – und dadurch dann der Fensterrahmen mit schwer entfernbaren Grauschlieren verschandelt werden.
  • Reinigungsalkohol

    Dieses Mittel sei laut der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ insbesondere für besonders schwierige Stellen sinnvoll. Bei ihnen diesen auf ein sauberes Tuch auftragen – und damit direkt auf die Stelle reiben.

    Anschließend müsste diese Stelle dann noch trocken gewischt werden – wonach mit der weiteren Reinigung des eigenen Fensters verfahren werden kann.
  • Weiches, fusselfreies Tuch

    Eine sehr gute Wahl, ums Fenster zu putzen! Hier würde sich der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ zu Folge ein Mikrofasertuch besonders gut eignen; es könne aber auch ein sanftes und sauberes Papiertuch für die Reinigung von Fensterscheiben verwendet werden. 
  • Klarspüler

    Dadurch wird beim letzten Waschgang im Geschirrspüler Geschirr schneller trocken – und bekommt einen schönen Glanz.

    Dies liegt an den darin enthaltenen Tensiden, die die Oberflächenspannung zwischen Glas und Wasser verringern. Durch sie perlt das Wasser ab – und es entstehen keine Flecken.

    In Folge dieser Eigenschaft kann Klarspüler auch prima zum Fensterputzen verwendet werden. Denn durch ihn können keine Streifen und Schlieren entstehen… Faustregel ist hier, 1 Esslöffel Klarspüler auf 2 Liter Wasser anzuwenden. 

    Hier auch besonders positiv: Der Glanzeffekt hält lange an! Durch die Tatsache, dass Wasser und Schmutz weniger gut am Glas haften können, muss das Fenster seltener gereinigt werden!

    Ergänzend empfiehlt die „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“, am Ende noch 2 EL Spülmittel hinzuzufügen – um dadurch noch ein zusätzliches Extra an Glanz zu erhalten.
  • Fensterabzieher

    Ein Fensterabzieher wird immer nach einer nassen Reinigung der Scheibe benutzt. Denn durch ihn wird das Schmutzwasser erfolgreich entfernt. Wie die „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ des weiteren weiß, lässt sich ein Fensterabzieher sehr einfach handhaben. Am besten, ihn in regelmäßigen Bahnen von oben nach unten ziehen. 

    Wichtig: Die Gummilippe dieses Fensterabziehers nach und nach wieder trocken mit einem sauberen Tuch abwischen! Denn sobald der Abzieher zu nass geworden ist, wirkt er nicht mehr optimal.
  • Professionelle Fensterreiniger

    Sie ziehen der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ zu Folge das Schmutzwasser meistens seitlich – und im Anschluss wiederum nach unten hin – ab. In Folge dessen ist es ratsam, ein Handtuch an den Fensterrahmen zu halten, damit das abgezogene Wasser nicht auf die Fensterbank tropft – oder auch der Fensterrahmen durch abgezogenes Wasser verschmutzt wird.
  • Elektrischer Fensterreiniger mit Akku

    Solche Geräte sind günstig – und erledigen der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ zu Folge die Arbeit schnell und zuverlässig. Sie bestünden aus einer Saugdüse mit einem Behältnis für Schmutzwasser – und würden die Scheibe zugleich abtrocknen und absaugen.

    In Folge dessen gebe es keine Streifen mehr.
  • Fensterputzroboter

    Er kann der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ zu Folge zu 100 Prozent autonom und automatisiert arbeiten.

    Dabei helfen ihm Sensoren, seine Putzroute zu berechnen – wonach er dann damit anfangen kann, sich selbst zu bewegen. 
  • Dampfreiniger

    Sein heißer Dampf entfernt Bakterien und löst laut der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ Verschmutzungen optimal.

    Im Vergleich zum herkömmlichen Fensterputzen könntet ihr so auf den Einsatz von Chemikalien vollständig verzichten, die in vielen Reinigungsmitteln enthalten sind. 

Nicht empfehlenswerte Alternativen

  • Weichspüler für Tücher:

    Sobald ihr Wäsche mit Weichspüler wascht, lege sich den „Achleitner Gebäudedienste“ zu Folge ein feiner Film rund um die Fasern aller Wäschestücke.

    Die Konsequenz sei, dass all jene Putztücher und Lappen, die mit einem Weichspüler gewaschen worden sind, Schmierspuren und Streifen auf dem Fenster verursachen.
  • Topfschwamm

    Wie auch der Weichspüler laut „Achleitner Gebäudedienste“ keine ernstzunehmende Option… Warum?

    Die Oberfläche von Topfschwämmen ist meist sehr rau – und mit einer härteren Kratzseite versehen. Dadurch könnten dann beim eigenen Fensterputzen Kratzer in die Scheibe gerieben werden.
  • Kernseife

    Kernseife ist sehr fettig. Damit könne laut „Achleitner Gebäudedienste“ die Fensterscheibe nur total verschmiert werden. Sie reinige sich somit nicht für vollständigen Glanz.
  • Soda

    Ebenfalls laut „Achleitner Gebäudedienste“ keine Option, die ihr zum Reinigen von eurem Fenster wählen solltet – weil das Material, aus dem das Fenster besteht, durch stark alkalische Sodalösung angegriffen und geschädigt werden kann.
  • Natron

    Fenster putzen mit Natron wäre den „Achleitner Gebäudedienste“ zu Folge genauso wenig empfehlenswert – weil dabei unschöne Streifen und Schlieren entstehen können.
  • Alkohol- oder ammoniakhaltige Glasreiniger

    Die „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ ruft dazu auf, Glasreiniger, die Alkohol oder Ammoniak enthalten, zu vermeiden. Diese hinterließen oft Schlieren – und im schlimmsten Fall einen dünnen Film, der noch mehr Feuchtigkeit und Staub anzieht. 
  • Rasierklingen oder scharfe Gegenstände

    Diese laut der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe“ keinesfalls verwenden, um hartnäckige Verschmutzungen abzukratzen! Denn solche Gegenstände können nur zu dauerhaften Kratzern führen – und in Folge dessen dann die Fenster noch anfälliger für Beschädigungen machen!

Kleine persönliche Warnung von mir

Ein wichtiger Hinweis war in keiner der beiden Seiten enthalten – weshalb ich separat auf diesen eingehen möchte:

Niemals einen Fön zum Reinigen von Fenstern verwenden! Heißluftföns können die Scheibe erhitzen – und dadurch zum Springen bringen!

Ebenso können sie Kleberückstände noch hartnäckiger werden lassen – wodurch man sie letztendlich schwerer von der Scheibe wegbekommt.

Mein Fazit

Ganz unbedenklich sind Cola und Zahnpasta meiner Recherche nach nicht. Es kommt hier wirklich stark darauf an, dass auch durchaus mögliche negative Nebenwirkungen – wie zum Beispiel eine Insekten anziehende klebrige Scheibe – zusätzlich mit bedacht werden.

Alternativ gibt es viele gute Möglichkeiten, die aber – und das ist das Entscheidendste – nur bei richtiger Anwendung wirklich einwandfrei funktionieren können.

Weitere Informationen

Dieser Artikel enthält Reinigungstipps der Onlineportale der „Achleitner Gebäudedienste“ und der „Von Hoefer-Unternehmensgruppe„. Sie wurden für „lebenslust-online.de“ ein wenig umgeschrieben und angepasst.

Manche inhaltliche Ergänzungen entstammen meinem eigenen Wissen.

Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.