Spätzle waren früher im Süden Deutschlands (also im „Schwobaländle“) das Essen von der einfachen Bevölkerung gewesen. Inzwischen aber wird diese traditionelle Küche wieder völlig neu entdeckt – dabei immer versehen mit dem Prädikat besonders lecker.
Aus dem einstigen Arme-Leute-Essen ist somit längst ein megacooles Superfood geworden, das inzwischen auch über moderne Variationen in weltweiten Restaurants erhältlich ist.
Wenn ihr aber richtig gute Spätzle einfach selbermachen wollt, haben wir hier ein besonderes Rezept für euch! Und: Für dieses mega einfache Spätzle-Rezept braucht ihr lediglich Folgendes:
Mehl
3 Eier
¾ Liter Wasser und
eine kleine Prise Salz
Wir erklären euch in genau 5 Schritten, wie ihr daraus leckere Spätzle bekommt!
Schritt 1: Den Spätzlesteig produzieren
Hierfür Mehl in eine Schüssel geben – und in dieser dieses mit der Hand an die Ränder der Schüssel drücken.
Danach wiederum die insgesamt 3 Eier (Eidotter und Eigelb zusammen, aber bitte ohne Schale) in die Mitte von eurer Schüssel legen (sodass das Mehl sie alle umgibt).
Eier und Mehl im Anschluss gemeinsam mit einem Rührlöffel so lange verrühren, bis ein wirklich fester Teig entstanden ist. Dabei hin und wieder mit ein wenig Wasserzufuhr nachhelfen.
Wichtig bei der Wasserzufuhr ist, nicht zu viel Wasser auf einmal nachzuleeren – weil sich ansonsten keine schönen Spätzle mehr bilden können. Stattdessen, nur noch klumpige Knoten aus dem Teig entstehen, die in meiner Familie ironischerweise immer als „Großväter“ bezeichnet wurden.
Der Teig ist erst dann fertig, wenn sich in ihm hin und wieder Blasen bilden – und, sich der Teig
besonders gut vom Rand der Schüssel lösen lässt.
Schritt 2: Wasser in Topf erhitzen
Hier ist es wichtig, die ¾ Liter Wasser mit einem Messbecher möglichst genau abzumessen. Anschließend dieses Wasser in einen Topf geben und zum Köcheln bringen.
Eine ergänzende Prise Salz erst dann mit in den Topf hineingeben, wenn das Wasser immer stärker anfängt zu köcheln.
Schritt 3: Den Spätzlesteig aus der Schüssel in den Topf hinein transportieren
Achtung: Dafür kommt jetzt eine Spätzlespresse zum Einsatz!
Die Spätzlespresse bitte auf dem Rand des Topfes ablegen.
Daraufhin den Innenraum der Spätzlespresse mit dem eben gemachten Spätzlesteig füllen.
Den Spätzlesteig in Folge dessen von Hand mit Hilfe der Spätzlespresse in den Topf hinein drücken – durch die Spätzlespresse entstehen aus dem Teigklumpen dünne Spätzle, die mit einem Messer einfach abgeschnitten und dadurch von der Spätzlespresse getrennt werden können.
Wichtig dabei ist, dass die Spätzlespresse niemals irgendwie nach oben bewegt werden darf! Weil ansonsten nämlich die Spätzle viel zu dünn werden würden – und, sie sich am Ende nicht schön ausbilden können (wodurch dann wiederum ungewollte Teigklumpen entstehen).
Schritt 4: Alle eben gemachten Spätzle abseihen und in das für sie entgültige Gefäß geben
Hier kommen jetzt ein Seiher (also ein großes Sieb) mit einem Griff sowie ergänzend auch ein Handseiher zum Einsatz.
Am besten für die fertigen Spätzle den Seiher (oder eben auch das Sieb) zu eurem Spülbecken hinüber transportieren – und, dort hineinstellen, damit die Spätzle in ihm drin den Restzusatz von Wasser verlieren.
Anschließend die Spätzle aus dem Topf mit dem Handseiher abschöpfen (eine Schöpfkelle ist hier nicht so gut empfehlenswert, weil sie keine Löcher hat, durch die das überschüssige Wasser ablaufen kann).
Alle Spätzle so mit Hilfe von dem Handseiher in das eben bereitgestellte Sieb in eurer Spüle hineinschütten. Wichtig: Ihr solltet euer Sieb in Folge dessen einzelne Male kräftig schütteln, damit auch wirklich alles Wasser aus dem Sieb entweichen kann!
Daraufhin die fertigen Spätzle in das für sie vorgesehene – und entgültige – Gefäß geben (am allerbesten hier ein Gefäß mit einem Deckel verwenden, damit die Spätzle in ihm lange warm bleiben können).
Drittens und viertens im Anschluss jetzt so lange wiederholen, bis der gesamte am Anfang erstellte Spätzlesteig in der Schüssel wirklich komplett aufgebraucht ist. Und, der Topf zum Erhitzen eurer Spätzle leergeworden ist; ihr also alle durch die Spätzlespresse entstandenen fertigen Spätzle aus dem Wasser innerhalb des Topfes mit Hilfe eures Handseihers abgefischt habt!
Unsere Tipps für mehr Geschmack:
Die Spätzle jetzt zum Beispiel mit ein wenig Schnittlauch oder Schmelzkäse kombinieren (wodurch dann wiederum mit dem Schmelzkäse automatisch „Kässpätzle“ entstehen, weil euer Käse durch die Hitze aller Spätzle ganz besonders leicht schmilzt – und sich mit den heißen Spätzle besonders schnell vermengt, wodurch dann wiederum dünne klebrige Fäden entstehen).
Alternativ können eure Spätzle auch mit irgendeiner Soße kombiniert werden – zum Beispiel, einer Braten- oder einer Rahmsoße.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch Fleisch mit euren Spätzle kombinieren (zum Beispiel in Form von Rindfleisch, Schweinefleisch oder Rindsrouladen).
Des weiteren eignen sich Spätzle auch in Kombination mit Sauerkraut oder alternativ auch Wiener Würstchen und Linsen (woraus dann wiederum das ebenso extremst beliebte schwäbische Gericht „Linsa Spätzle Saitawürschtle“ entsteht).
Anschließend servieren.
Schritt 5: Spätzlespresse und Schüssel für den Spätzlesteig reinigen
Ihr seid mit den Spätzle fertig? Wunderbar!
Dann solltet ihr jetzt euer vieles Arbeitsmaterial einweichen lassen!
Hierfür allerdings alleinig kaltes Wasser verwenden – weil sich nur durch kaltes Wasser Teigreste von Spätzlespresse oder Top und Schüssel extrem leicht ablösen lassen.
Wichtig: Bitte niemals warmes Wasser für die Reinigung verwenden! Weil genau dieser Leicht-Löse-Effekt bei warmem Wasser so nicht auftritt!
Abgesehen davon müsste man bei warmem Wasser zusätzlich noch einen Stahlschwamm verwenden, um alle Teigreste weg zu bekommen. Der dann aber wiederum dafür sorgen würde, dass in euren Töpfen oder Schüsseln Kratzer entstehen (weil ihre Oberflächen durch das Kratzen beschädigt werden!
Durch das kalte Wasser muss dann auch kein Stahlschwamm zum Entfernen aller Teigreste
verwendet werden; ihr spart insofern durch das kalte Wasser jede Menge Zeit.
Weitere Informationen
Dieses Rezept haben mir meine Eltern am 02. Dezember 2025 mitgegeben. Ich habe es in Folge dessen für „lebenslust-online.de“ aufgeschrieben.
Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.
