Dieses queere Radioprogramm, das stets mit guter Laune im Studio von „ALEX Berlin“ für Stimmung sorgt, ist eine inzwischen etablierte Konstante der queeren Radiolandschaft in Berlin. Und zugleich, das Beste, um mal richtig runterzukommen.
Queeres Radio mal anders
Im Gegensatz zu anderen queeren Radioprogrammen verzichtet dieses Sendeformat weitestgehend auf klischeehafte Musik wie zum Beispiel „Y.M.C.A.“ von den Village People oder „I Will Survive“, das von Gloria Gaynor gesungen worden ist. Stattdessen kann man hier Musik verschiedenster Musikrichtungen hören – es gibt beinahe nichts, das es nicht zu hören gibt.
Und: Dieses musikalische Konzept ist so gewollt.
Thematisch wiederum kann man zu der „Filmrolle“ mit Thorsten Bretzinger die Beine baumeln lassen – während dieser gerade neue Kinofilme vorstellt. Oder aber, ziemlich spannende Gäste Interviewt.
Neben den Interviews ist es möglich, Veranstaltungstipps ganz neu zu entdecken, die nicht zwingend direkt mit der queeren Szene in Verbindung stehen müssen. Ein Beispiel sind hier insbesondere die „Händel-Festspiele“ in Halle – oder aber auch, die Promo für die „Queen of Metal“, Doro Pesch.
Ich wiederum, Xenia, präsentiere euch in „Rainbow City Radio“ neben den „Berlin City Events“ die sogenannten „XeniNews“ – eine Rubrik zu in der Regel unschönen politischen Entwicklungen hinsichtlich von queerem Leben in Europa und weltweit. Wenn ihr also eine entspannte Sendung haben wollt, könntet ihr hier einmal ganz kurz Schnappatmung bekommen – denn meine „XeniNews“ sind inhaltlich zum Aufrütteln gedacht.
Die Ursprünge gehen bis in die 2000er zurück
„Rainbow City Radio“ wechselte im Lauf der Zeit immer wieder seine Besetzung.
Das von Anfang an queere Radioformat wurde Anfang der 2000er von Manuela Wehrle gegründet – die dann aber später leider viel zu früh gestorben war.
Ihr Abgang aus dem Sendeteam von „Rainbow City Radio“ bedeutete dann wiederum für das Sendeformat „Rainbow City Radio“ an sich – das sie hauptsächlich in Rolle einer Chefin geleitet hatte – eine Existenzkrise: Wie geht es jetzt weiter mit dem ganzen Konzept?
Wäre das queere Radioprogramm zu diesem Zeitpunkt nicht mehr langfristig gerettet worden, würde es es heute schlichtweg nicht mehr geben.
Und so entwickelte sich „Rainbow City Radio“ weiter – dahingehend, dass sehr viele unterschiedlichen Charaktere plötzlich gleichwertig miteinander arbeiteten. Es plötzlich keine Art von „Über-Chefin“ innerhalb des Teams mehr gab… Neue Konzepte wie „Flozzas Couch“ oder auch die queeren „Nachrichten“ entstanden.
„Regenbogenbunt“ oder der „L-Funk“ mit Tatjana Meyer machten wiederum schwerpunktmäßig Radio zu lesbischen Themen. Heute wiederum ist Tatjana nur noch hin und wieder zu hören – allerdings mit Schwerpunkt auf den Sonderausgaben der „Berlinale“.
Vermittlung von Lebenslust durch ein starkes Radioteam
Das aktuelle Kernteam von „Rainbow City Radio“ setzt sich insbesondere aus 5 Personen zusammen: Robert Prior, Maik Stockmann, Maximilian Nitzschke-Stockmann, Thorsten Bretzinger und Xenia Brühl. Wir versuchen, in echt jeder Sendung gute Laune zu verbreiten – und, durch gute Mucke über den Äther die eine oder andere Überraschung zu präsentieren.
Mit uns im Studio ist in der Regel auch Marco Fehse, der Partner von Robert Prior. Hin und wieder – aber nicht sehr häufig – kann man ihn auch mit am Mikrofon erleben.
Alle Sendungen mit diesem Team laufen jeden ersten und dritten Samstag im Monat zwischen 15 und 16 Uhr auf „ALEX Berlin“.
An den anderen Samstagen im Monat wiederum gibt es Sonderformate wie „Radio Tuntland“ oder „Pride Radio“, die mit in der Sendeschiene „Rainbow City Radio“ laufen – inhaltlich und strukturell aber völlig anders aufgebaut sind (wenn man sie mit dem „Hauptformat“ von „Rainbow City Radio“ vergleicht).
Über diese Sonderformate sind dann auch noch etwaige Radiogrößen wie zum Beispiel die Legende Thomas Diedrichs zu hören.
Weitere Informationen
„Rainbow City Radio“ auf „ALEX Berlin“ könnt ihr insbesondere über DAB+ problemlos empfangen. Abgesehen davon aber auch noch über Radioplattformen wie zum Beispiel „phonostar“, „radio.de“ oder Smartphone-Apps.
Hinweis zur Grafik oben: (C) Rainbow City Radio, 2025
