Schwarzer Schimmel sieht nicht nur nicht schön aus – er ist auch gefährlich. Im Badezimmer können Seifenreste, Bartstoppeln oder auch Haare als Nährboden für den Pilz dienen, der laut t-online.de am besten mit Alkohol oder professionellem Schimmelentferner entfernt werden sollte.
Bei Letzterem wird zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass die Entfernung nur in gut belüfteten Räumen angewendet werden sollte.
Erst an einer kleinen Stelle testen
Achtung bei den Fliesenfugen! Sie bestehen laut t-online.de oft aus einem durchlässigen Material. Damit dieser Füllstoff nicht am Ende porös wird oder sich im schlimmsten Fall sogar auflöst, ist es wichtig, bei der Schimmelentfernung hier besonders vorsichtig zu sein. Es wird empfohlen, diese Methode der Entfernung erst an einer kleineren Stelle zu testen, ehe alle schwarzen Flecken damit behandelt werden.
Tipp 1: Alkohol
Am besten gegen schwarzen Schimmel ist klarer Alkohol aus der Apotheke. Warum? Weil er mehr als 80 Volumenprozent enthält. Dadurch kann er den nach außen hin sichtbaren Teil des Schimmels abtöten.
Was Alkohol allerdings leider nicht kann, ist, seinen Schimmelpilz auch unter der Oberfläche abzutöten.
Alternativ zum Alkohol über 80 Prozent ist auch die Behandlung mit einem 70-prozentigen Alkohol möglich.
Zur Entfernung des Pilzes gilt: Ein sauberes Tuch mit Alkohol tränken. Und damit die schwarzen Flecken betupfen. Bei Bedarf ist es möglich, Lappen auf befallenen Stellen liegen zu lassen, damit dadurch der Alkohol wesentlich intensiver wirken – und tiefer in die Fliesenfugen eindringen – kann.
Damit der Schimmel letztendlich verschwindet, ihn regelmäßig mit Alkohol bearbeiten. T-online.de rät dazu, dies am besten täglich zu machen. Über mehrere Wochen hinweg.
Wichtig ist hier, nicht mit einem Tuch oder Lappen zu reiben. Denn durch dieses Reiben würden sich die Sporen nur noch weiter auf der Oberfläche verteilen.
Tipp 2: Borax
Borax ist ein Salz des Bors – und im Gegensatz zu Alkohol mit Vorsicht zu genießen. Es wird überwiegend als Holzschutzmittel oder auch als Brandschutzmittel für Hölzer oder Dämmstoffe verwendet.
Dieses Material steht laut dem Umweltbundesamt in der Kritik: „Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Anwendung von Borax als Flammschutzmittel akzeptabel ist. Da jedoch die Hintergrundbelastung über die Nahrung bereits so hoch ist, dass die täglich duldbare Aufnahmemenge ausgeschöpft ist, muss gewährleistet sein, dass es durch die Anwendung des Borats als Flammschutzmittel nicht zu einer nennenswerten Zusatzbelastung des Menschen kommt“.
Tipp 3: Fliesen vollständig entfernen
Dies ist die einzige Möglichkeit, um auch unter der Oberfläche wirklich alles weg zu bekommen. Denn der Schimmel verbreitet sich laut t-online.de gerne unter den Fliesen und Fugen.
Er dringt durch kleine Risse und poröse Stellen an die Oberfläche.
Wenn ihr also Schimmel auf den Silikonfugen entdeckt – und, diesen vollständig entfernen wollt – erst einmal die Fugen gemeinsam mit den sie umgebenden Fliesen lösen.
Anschließend dann wiederum sehr gut kontrollieren, ob sich an der freigelegten Stelle Schimmelsporen befinden.
Sollte dies der Fall sein, muss ein Fachbetrieb den Pilz bekämpfen.
Sollten aber keine grünen, gelben, roten oder schwarzen Flächen sichtbar sein, die Fliesen einfach wieder normal ankleben und alles neu mit Silikon verfugen. Dabei am besten Fugensilikon verwenden, das eine Anti-Schimmelwirkung hat.
Achtung bei allergischen Reaktionen!
Wie die Webseite schimmelpilz-fachzentrum.de vermittelt, können große Sporenmengen Schimmel, die im Haushalt eingeatmet werden, allergische Reaktionen hervorrufen. Wie zum Beispiel Nasenlaufen, Niesen oder Augenreizungen.
Feuchte, schimmlige Wohnverhältnisse erhöhen laut Experten zudem das Risiko, an Atemwegsbeschwerden zu erkranken.
Asthmaerkrankungen könnten durch die regelmäßig eingeatmeten Schimmelpilzsporen verschlimmert werden.
Generell gilt, dass man oberflächlichen Schimmelbefall geringen und mittleren Ausmaßes (von einer Fläche unter 0,5 Quadratmeter) bei bekannter Ursache selbst beseitigen kann. Jene, die schwanger sind, an einer Schimmelpilzallergie oder Immunsystemerkrankung leiden, sollten dies allerdings unterlassen.
Größerer Schimmelbefall wiederum – also kleinerer bis mittlerer Befall unbekannter Ursache (und Kontaminationen von Baumaterial) – gehören laut schimmelpilz-fachzentrum.de in die Hände einer Fachfirma. Sollte dieser Fall bei euch vorliegen, informiert euren Vermieter darüber. Abgesehen davon solltet ihr ihn so oder so über Schimmelbefall informieren.
Glatte Flächen
Bei glatten Flächen wie zum Beispiel Fliesen oder Fliesenfugen, Glas, Keramik sowie Metall könnten zur Reinigung Wasser und ein konventioneller Reiniger verwendet werden. Ein Reiniger von Verschmutzungen und kontaminiertem Staub.
Optional wäre prinzipiell auch denkbar, Spiritus gegen den Schimmel zu verwenden.
Wichtig bei jeder Handhabung ist, das Wischwasser mehrfach zu wechseln – um so dann wiederum Verschmieren oder Verteilen zu vermeiden.
Silikonfugen sollten hingegen durch ein spezielles Sanitärsilikon ausgetauscht werden (hierzu empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem Vermieter zu halten).
Poröse Flächen
Hier wiederum gilt, dass zur Sanierung von verputzten oder gemalerten Wänden neben einem konventionellen Reiniger ein alkoholischer Reiniger mit 70 bis 80 Prozent Alkoholanteil empfohlen wird. Spiritus als denaturierter Alkohol wird hier mit dazugerechnet.
Die kontaminierten Stellen mit einem Mikrofasertuch abwischen. Im Vorfeld bietet sich auch an, die Flächen mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter abzusaugen.
Wichtig ist, keinen Essigreiniger zu verwenden, bei der Reinigung mit Alkohol für gute Durchlüftung zu sorgen – und auf Grund von Brand- und Explosionsgefahr nur kleine Spiritus-Mengen zu verwenden.
Weitere wichtige Hinweise
Sanierungsmaßnahmen sollten möglichst staubarm durchgeführt werden. Dies hat den Hintergrund, dass bei der Entfernung des Pilzes nur so die Verteilung der Schimmelpilzsporen mit dem Staub gering gehalten bleibt.
Feuchtes Wischen ist deshalb trockenem Saugen immer vorzuziehen.
Sauger wiederum sollten hochabscheidende Filter (wie zum Beispiel HEPA-Filter) und ein dichtes Gehäuse verfügen.
Im Gegenzug sollte auf Fegen grundsätzlich verzichtet werden.
Weitere ergänzende Vorsichtsmaßnahmen
Handschuhe tragen und Schimmel nicht mit bloßen Händen berühren.
Einen Atemschutz tragen, um Sporen nicht einzuatmen.
Bei Spritzgefahr oder Arbeiten über Kopf eine Schutzbrille tragen.
Die Arbeitskleidung nach Abschluss der Sanierungsarbeiten sofort waschen.
Zu entsorgende Materialen in luftdichten und reißfesten Foliensäcken verpacken, die mit dem Hausmüll entsorgt werden können. Beim Verschließen der Säcke nicht die Luft herausdrücken, um so eine Verteilung der Schimmelpilzsporen über die Luft zu vermeiden.
Alle verwendeten Hilfsmittel nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen vollständig entsorgen.
Gehen Spiritus und Essig?
Spiritus und Essig, die häufig als Hausmittel gegen Schimmel eingesetzt werden, haben Vor- und Nachteile.
Vorteile beim Spiritus sind, dass er kostengünstig, umweltverträglich und weitestgehend geruchsneutral ist. Abgesehen davon besteht keine Verletzungs- oder Verätzungsgefahr – und, er ist abgesehen vom Holz für alle Untergründe geeignet.
Nachteilig ist allerdings, dass Spiritus feuergefährlich ist. Und, eine hohe Flüchtigkeit besitzt. Abgesehen davon ist er gegen Sporen unwirksam und besitzt keine Depotwirkung.
Stattdessen lieber Essig verwenden? Dies hat folgende Vorteile:
Erst einmal ist Essig in beinahe jedem Haushalt bereits vorhanden. Alternativ, aber auch sehr kostengünstig im Supermarkt erhältlich. Seine Geruchsbelästigung ist aushaltbar.
Essig hat auf vielen Untergründen eine gute Wirkung, ist ungefährlich in seiner Anwendung sowie die Umwelt.
Allerdings hat Essig jene Nachteile, dass dieses Hausmittel für kalkhaltige Untergründe ungeeignet ist. Dadurch, dass die Essigsäure durch Kalk neutralisiert wird, kann Essig das Schimmelwachstum sogar fördern – indem das Mittel Nährstoffe enthält, die Pilzen als Nahrung dienen können.
Unabhängig davon ist Essig unwirksam gegen Schimmelpilzsporen – und, in hohen Dosierungen über 30 Prozent nicht für alle Untergründe geeignet.
Generell gilt die Faustregel, aufgrund der unzureichenden Wirksamkeit gegen Sporen – sowie auch der fehlenden Depotwirkung (bei Spiritus) – unbedingt die Ursache des Schimmels mit zu bekämpfen.
Ohne diesen Schritt wird der Schimmelbefall in kurzer Zeit zurückgekommen sein.
Abgesehen davon eignen sich Essig und Spiritus gegen Schimmel – sie zeigen bei kleinerem Schimmelbefall eine ebenso gute, zum Teil sogar auch bessere, Wirksamkeit als aggressive Schimmelentferner.
Stattdessen lieber Cola verwenden?
Auf gutefrage.net hat ein User einmal gefragt, ob man den Schimmel auch mit Cola entfernen kann. Er schrieb hierzu Folgendes:
„Ich habe letztens alte Cola zum Entrosten benutzt und noch einen Rest übrig. Nun habe ich mich gefragt, ob diese auch gegen Schimmel in der Gießkanne helfen könnte…also so gesagt den Schimmel „wegfrisst“ wie bei Rost.
Habe schon versucht den Schimmel mit Reinigungsmittel wegzubekommen, aber es hat noch nichts geholfen, man kommt ja auch nicht dran. Andere Tipps auch willkommen :)“.
Er bekam daraufhin unter anderem folgende Antwort:
„Spiritus hilft und die Ursache muss abgestellt werden.“
Zwar sind die Materialien der Gieskanne und der Fliesen an der Wand nicht identisch – die erhaltene Antwort ist aber auf die unterschiedlichen Materialientypen durchaus übertragbar.
Ergänzend habe ich dann auch noch über die Google-Suche herausgefunden, dass man ihr zu Folge Cola auch gegen Schimmel verwenden könnte. Selbst, wenn die KI-Angaben über Google fehleranfällig sind, möchte ich euch diese mir gegebene Antwort nicht vorenthalten:
„Ja, Cola kann zur Entfernung von Schimmel eingesetzt werden, da die enthaltene Säure und der Zucker eine reinigende Wirkung haben. Gießen Sie die Cola auf die betroffene Stelle oder auf ein mit Cola getränktes Tuch, lassen Sie es einwirken und schrubben Sie die Stelle anschließend ab.“
Zur Anwendung wird hier empfohlen, Cola direkt auf die von Schimmel befallene Fläche zu gießen, „zum Beispiel in den Fugen im Bad“. Anschließend wiederum einwirken lassen: „Lassen Sie die Cola für eine gewisse Zeit einwirken, damit die Säure ihre Wirkung entfalten kann.“
Nach dieser Zeit die Stelle schrubben sowie abwischen: „Schrubben Sie die Stelle mit einer Bürste, um den Schimmel zu entfernen, und wischen Sie anschließend mit Wasser nach.“
Es scheint also auch durchaus mit Cola zu gehen.
Die Google-KI gibt ergänzend noch weitere für euch wichtige Hinweise:
„Geduld ist gefragt: Die Wirkung von Cola ist nicht so schnell wie die von chemischen Reinigern, daher ist eine längere Einwirkzeit notwendig.“
Abgesehen davon sei Cola aggressiv: „Nicht für alle Oberflächen geeignet: Seien Sie vorsichtig bei der Anwendung auf empfindlichen Materialien, da die Säure diese angreifen kann.“
Cola könne alternativ auch als herkömmlicher Badreiniger eingesetzt werden: „Andere Anwendungsmöglichkeiten: Cola kann auch bei der Entfernung von Rost und Kalkablagerungen helfen.“
Die Webseite airtasker.com sagt hierzu (vom Google-Übersetzer ins Deutsche übersetzt):
„Gießen Sie Cola auf die betroffene Stelle oder verwenden Sie ein mit Cola getränktes Handtuch und legen Sie es auf die Fugen. Lassen Sie es kurz einwirken und wischen Sie es sauber. Um
einen Teil des Schimmels zu entfernen , ist möglicherweise Schrubben erforderlich .“
Weitere Informationen
Dieser Artikel enthält Informationen aus den Webseiten „Schwarzer Schimmel im Bad: Das sollten Sie auf keinen Fall tun“ (t-online.de), „Schimmel im Bad entfernen: Helfen Hausmittel wirklich?“ (t-online.de), „Spiritus gegen Schimmel“ (schimmelpilz-fachzentrum.de), „Cola gegen Schimmel?“ (gutefrage.net), „15 Reinigungstricks für Coca-Cola, die Sie ausprobieren müssen“ (ins Deutsche übersetzt bei airtasker.com) und zuguterletzt Rechercheergebnisse der Google-KI über die Google-Suche.
Über einzelne dieser Links gibt es auch weitere Tipps von Hausmitteln, die möglichst nicht verwendet werden sollten – sowie abgesehen von den Fliesen weitere Orte, an denen Schimmel auftreten kann.
Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.
