Wie wandere ich am besten mit Kindern?

Wandern ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland – insbesondere bei Familien, die es in die Berge oder auch die freie Natur hinaus zieht, um innerlich abschalten zu können.

Während die Eltern die sie direkt umgebende Natur in vollen Zügen genießen, tollen ihre Kinder auf den Wegen herum.

Was ist auf Grund dessen für alle Parteien hinsichtlich einer richtigen Planung, einer passenden Tourenwahl oder aber auch einer idealen Ausrüstung besonders wichtig? „lebenslust-online.de“ verrät es dir!

Welches Alter ist möglich und sinnvoll?

Wie Bettina Konzack, die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung, erklärt, kommt dies auf die Entwicklung und Fähigkeiten der Kinder an. Und sie ergänzt: „Selbst Babys und Kleinkinder können in einer Tragehilfe, etwa einer sogenannten Kraxe, die Wanderung miterleben“.

Voraussetzung für die Kraxe ist allerdings, dass der Nachwuchs stabil sitzen kann.

Ab so ca. 3 Jahren schaffen es die Kinder dann, auf ihren eigenen Beinen mitzugehen.

Kürzere Etappen – und längere Pausen

Auch dies ist wichtig, wenn du Kinder mit im Schlepptau hast. Denn Kinder haben zwar einerseits sehr großen Spaß an viel Bewegung; andererseits ist aber ihre Kondition begrenzt. Es wird in Folge dessen empfohlen, für Wanderetappen 1,5-mal mehr Zeit einzuplanen als ursprünglich angegeben ist.

Bettina Konczak erklärt hierzu: „Empfehlenswert sind kürzere Etappen mit genügend Pausen“. Und: „Flache, abwechslungsreiche Routen mit spannenden Zwischenstopps, die Zeit zum Spielen bieten, sorgen für mehr Motivation“.

Eltern, die sich wiederum im Voraus an die Touren während ihrer Planung spannende Rastplätze wie zum Beispiel einen kleinen Bach oder eine urige Almhütte überlegen – und die Kinder in diese Planung mit einbeziehen – erzeugen durch ihre Vermittung dieser Informationen an die Kinder in deren Köpfen Adrenalin. In Folge dessen brennen dann die Kinder regelrecht darauf, die anstehende Wanderung endlich zu starten. Sie können es dann gar nicht mehr erwarten, bis es endlich losgeht.

Gutes Schuhwerk ist wichtig

Bei jeder Wandertour ist auch mit entscheidend, dass Eltern und Kinder feste Schuhe mit rutschfester Sohle tragen. Ein kleiner Rucksack mit Proviant und genügend Flüssigkeit, ein Wanderführer, wetterfeste Kleidung oder aber Sonnenschutz dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Helena Biewer, die Unfallexpertin von ERGO, meint hierzu: „Mit der richtigen Ausrüstung sind Familien nicht nur auf wechselhafte Witterungseinflüsse vorbereitet, sondern sie reduzieren auch das Verletzungsrisiko“.

Erste-Hilfe-Paket ist sinnvoll

Bei jeder Wanderung wird der Körper intensiv belastet. Dies kann zu körperlichen Schäden führen. Beispielsweise durch Insektenstiche, Verstauchungen oder Wunden – die während einer Wanderung unerwartet auftreten können. Sie sind keine Seltenheit; du solltest insofern auf sie vorbereitet sein.

Ein hilfreiches Erste-Hilfe-Paket für eine anstehende Wanderung sollte in Folge dessen immer Folgendes beinhalten: Insektenschutzmittel, Verbandsmaterial, Pflaster, eine Rettungsdecke oder aber auch eine Zecken-Pinzette. Dies sollte dir beim Wandern als deine Grundausstattung dienen.

Wer sich noch zusätzlich für das Wandern möglichst sinnvoll finanziell mit absichern möchte, kann eine private Unfallversicherung abschließen.

Klare Regeln

Wichtig ist für jede Wanderung, dass klare Regeln gelten. Sie sind entscheidend für ihre sichere Durchführung.

Ein Beispiel, was du bei einer Wanderung von Anfang an fest einplanen solltest, wenn Kinder mit im Spiel sind, ist Folgendes: Kinder neigen dazu, ihren Eltern vorauszulaufen. Oder aber, sich von interessanten Dingen ablenken zu lassen – zum Beispiel direkt neben ihnen am Wegesrand.

Um dies zu verhindern, gilt: Zusammen bleiben und die Kinder niemals aus den Augen verlieren.

Helena Biewer meint dazu: „Da Kinder Gefahren deutlich schwerer einschätzen können, sollten Eltern ihnen erklären, warum sie auf markierten Wegen bleiben müssen und wo besondere Vorsicht geboten ist“.

Immer auch das Wetter beachten

Insbesondere dann, wenn du eine Wanderung mit deinen Kindern in den Bergen machst, ist ein plötzlicher Wetterumschwung besonders gefährlich.

Helena Biewer meint hierzu: „Es ist daher ratsam, die zu erwartende Witterung zu prüfen und im Zweifel die Tour abzubrechen“.

Eltern ist zudem empfohlen, für den Notfall immer vorbereitet zu sein – und sich vorab über nahegelegene Schutzhütten oder Rettungspunkte der Bergwacht informiert zu haben.

Solltest du in einen Notfall kommen, kannst du auch zum Beispiel bei einer Wanderung in den Bergen jederzeit die Notrufnummer 112 wählen.

Wo gibt es weitere Informationen?

Die ursprüngliche Version dieses Artikels findest du hier auf der Webseite von ERGO.

Diese Version wurde in dem Text in „lebenslust-online.de“ angepasst – und zusätzlich durch eigene Erfahrungen inhaltlich ergänzt.

Abgesehen davon bietet der Deutsche Alpenverein e. V. auf seiner Seite eine Packliste sowie Tipps zur sicheren Planung einer Wanderung mit Kindern.

Viel Spaß beim Wandern!

Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.