Krebs ist eine unserer größten Ängste.
Fakt ist aber auch, dass wir Krebs nur dadurch bekommen, weil wir uns in unserem Alltag dementsprechend verhalten, dass er begünstigt wird.
Was also tun? Laut tagesschau.de ließen sich rund 200.000 Krebserkrankungen jährlich hier bei uns in Deutschland durch einen wesentlich gesünderen Lebensstil vermeiden.
Wie könnt ihr euch also vorab schützen, um nicht später dann doch Krebs zu bekommen?
Ernährung und Krebs hängen fest zusammen
Das Thema Ernährung und Krebs ist seit Jahrzehnten bereits der Gegenstand von intensiver wissenschaftlicher Forschung in diesem Gebiet. Im Rahmen der Nationalen Krebspräventionswoche 2025 hatten sich bundesweit Expert:innen zusammengefunden, die über präventive Maßnahmen aufklärten oder auch die Öffentlichkeit sensibilisierten.
Dahinter wiederum verbirgt sich eine Initiative der Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft. Ihrer aller Vision dabei ist, Krebs gar nicht erst entstehen zu lassen.
Möglichst wenig Alkohol und Rauchen
Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) des weiteren berichtet, werden etwa 40 Prozent aller Krebsneuerkrankungen durch beeinflussbare Faktoren verursacht. Zu diesen gehören unter anderem ungesunde Ernährung, Übergewicht, regelmäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Tabakkonsum (Rauchen).
Eine ausgewogene Ernährung, Normalgewicht sowie ein möglichst geringer Alkoholkonsum würden dagegen bereits das Risiko deutlich senken, an Krebs zu erkranken.
Zwar kann laut dem DKFZ ein dementsprechend angepasster gesundheitsbewussterer Lebensstil verbunden mit dem Meiden von Krebsrisikofaktoren niemals eine Garantie darstellen, am Ende dann auch keinen Krebs zu bekommen. Es könne aber so prinzipiell bei bis zu 200.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr die für sie emotional erschreckende Diagnose Krebs für sie erspart bleiben.
Die größten Risikofaktoren von Krebs
Der größte beeinflussbare Risikofaktor für Krebs ist – wen wundert’s – das Rauchen. Dies zeigt beispielsweise eine Studie aus dem Jahr 2024, die bei der „American Cancer Society“ veröffentlicht worden ist.
Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs ist in der Zwischenzeit bereits allgemein bekannt. Viele anderen Risikofaktoren treten dadurch allerdings im öffentlichen Bewusstsein der Bevölkerung in den Hintergrund.
Einzelne dieser Vertreter sind insbesondere Alkoholkonsum und Adipositas. Diese beiden Faktoren erhöhen das Risiko für gleich mehrere Krebsarten erheblich – und gelten deshalb als die wichtigsten ernährungsbezogenen Krebsrisiko-Faktoren weltweit.
Alkohol zum Beispiel erhöht das Risiko für Krebs je zehn Gramm Alkohol am Tag um bis zu vier Prozent bei Leberkrebs – und 25 Prozent bei Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre.
Abgesehen davon ist er auch Haupt-Risikofaktor für das Entstehen von Leberkrebs – wahrscheinlich durch die Entwicklung von Leberzirrhose und alkoholischer Hepatitis. Dies vermittelt eine Übersichtsarbeit von 2020.
Des Weiteren wird in dieser Studie beschrieben, dass sich das Risiko für verschiedene Krebsarten mit jedem Anstieg des Body-Mass-Indexes (BMI) erhöht – beispielsweise um fünf Prozent für Darmkrebs und sogar bis 50 Prozent hinsichtlich Gebärmutterschleimhautkrebs. Kalorienreiche Ernährung sowie Adipositas förderten dagegen laut ihren Autoren chronische Entzündungen, die ein Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Krebs darstellen.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört, hat außerdem bereits im Jahr 2015 unverarbeitetes rotes Fleisch als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Verarbeitetes Fleisch wiederum wurde von der IARC 2015 sogar als „krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Die Experten kamen damals zu dem Schluss, dass jede 50-Gramm-Portion an verarbeitetem Fleisch, die täglich von uns verzehrt wird, das Risiko für Darmkrebs um 18 Prozent erhöht.
Gibt es auch „schützende“ Lebensmittel?
Entgegen vieler fleischhaltiger Produkte gibt es ebenso abwechslungsreiche Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist. Diese ist laut DKFZ am besten geeignet, um das eigene Krebsrisiko erheblich zu senken.
Eine gesunde Ernährung lässt sich auch nicht von der eigenen körperlichen Bewegung trennen. Hier spielen bei uns Energiebilanz und Körpergewicht eine große Rolle.
Abgesehen davon gibt es Hinweise darauf, dass Grüner Tee das Risiko für Krebs mindern könnte. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2020 hat hier zum Beispiel ein reduziertes Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs, Lungenkrebs, Non-Hodgkin-Lymphome, Mundkrebs sowie Eierstockkrebs festgestellt.
Für viele andere Krebsarten wurden jedoch nach Angaben aus dieser Metaanalyse uneindeutige oder gar keine Zusammenhänge gefunden.
Im Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung wird laut dem DKFZ generell eine ausgewogene Ernährung empfohlen, die sehr reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist. Zugleich aber auch, arm an hochverarbeiteten, kalorienreichen Fertigprodukten.
Hier ein paar Tipps, wie ihr euch gesund ernähren könnt: ·
- Möglichst häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst essen
- Kalorienreiche Nahrungsmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt nur selten verzehren
- Zuckerhaltige Getränke meiden
- Ebenso auch industriell verarbeitetes Fleisch meiden
- Nur wenig rotes Fleisch und salzreiche Lebensmittel verzehren
- Wenig und nicht täglich Alkohol trinken
- Wert auf ein gesundes eigenes Körpergewicht legen
Kann man Krebs durch die richtige Ernährung heilen?
Eine gute Ernährung kann Patient:innen helfen, eine Krebserkrankung besser zu überstehen – und, sie kann auch ihre Lebensqualität im Alltag erhöhen. Es gibt jedoch bislang keine Hinweise darauf, dass sich Krebs durch bestimmte Ernährungsformen heilen lässt, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) berichtet.
Welche Ernährung bei einer bereits bestehenden Krebserkrankung möglichst gut geeignet ist, kann laut dem DKFZ individuell sehr unterschiedlich sein. Die Tumorart sowie auch das Erkrankungsstadium bei Patient:innen – aber auch ihr Alter und ihr allgemeiner Gesundheitszustand – spielen hier eine sehr große Rolle. Deshalb sollten Betroffene mit behandelnden Ärzt:innen besprechen, was sie wie bei ihrer eigenen Ernährung mit berücksichtigen können, um sich selbst dadurch was Gutes zu tun.
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Dieser Artikel erschien zuerst bei tagesschau.de in einer leicht veränderten Form. Er wurde für „lebenslust-online.de“ ein wenig umgeschrieben und angepasst.
Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.
