„Catcalling“ soll strafbar werden!

Ihr wisst mit Sicherheit nicht alle sofort, was bei dem englischen Begriff „Catcalling“ eigentlich gemeint ist. Dabei kennt ihr jenes, was damit gemeint ist, sehr genau – nämlich dadurch, wie mit euch in eurem Alltag umgegangen wird.

Erst recht, wenn ihr eine Frau seid.

Und von Männern angesprochen werdet.

Was genau ist „Catcalling“?

Wie glamour.de berichtet, verstecken sich hinter diesem Begriff „Catcalling“ „Ekelhafte Äußerungen, die oft von Männern an junge Frauen gerichtet sind“.

Gemeint sind scheinbar positive Komplimente seitens der Männer, die aber nicht als diese von ihnen gemeint sind – sondern euch Frauen rein objektmäßig minimieren sollen. Ganz im Sinne von „Das wird man doch noch sagen dürfen“: verbale sexuelle Belästigung ohne Körperkontakt.

Bislang noch nicht strafbar

„Catcalling“ ist in Deutschland bislang noch nicht strafbar. Verbale sexuelle Belästigung ist vielmehr nicht im Straftatbestand der “Beleidigung” integriert, die man dafür anwenden könnte.

Doch es gibt konkrete Überlegungen, das zu ändern. Und Betroffenen dadurch viel mehr Würde in ihrem Leben zu geben. Insbesondere in der SPD – die abschätzige Äußerungen Frauen gegenüber gerne strafbar machen möchte, wie die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Sonja Eichwede gegenüber dem „Stern“ erklärt.

Um „Catcalling“ leichter erkennen zu können, hier einmal ein paar für euch bekannte Beispiele des Alltags – da es bislang keine eindeutige Definition zur Einschätzung gibt, was genau jetzt „Catcalling“ ist und was nicht:

  • sexuelle Ausrufe (wie zum Beispiel “Ich will dich f*cken”, “Zeig deine T*tten”, “Geile Sau” oder ähnliches – sofern dies gegen den Willen der betroffenen Person geschieht)
  • Autohupen, wenn man an einer betroffenen Person (insbesondere Frau) vorbeifährt – und die Hupe nur deshalb betätigt, weil die ja „so geil aussieht“
  • Aus dem Auto in Richtung der betroffenen Person brüllen, während man gerade an ihr vorbeifährt
  • In Richtung der betroffenen Person Tierlaute machen oder pfeifen (zum Beispiel Frau; i. d. R. gegen ihren Willen)
  • Obszöne, sexuelle Gesten in Richtung der entsprechenden Person tätigen
  • Weitere Beispiele zum „Catcalling“ gibt es hier

Wie könnt ihr auf „Catcalling“ reagieren?

Zuerst mal folgende Grundregel: Bringt euch niemals dabei selbst in Gefahr!

Behaltet stattdessen in allem, was passiert – und wie ihr euch verhaltet – eure Sicherheit im Blick!

Solltet ihr mal keine passende Antwort sofort parat haben, vermeidet es, euch unter Druck setzen zu lassen! Versucht stattdessen, aus der Situation wegzugehen – und, euch stattdessen um euch selbst zu kümmern.

Wenn sich Männer oder andere Personen herabwürdigend euch gegenüber verhalten, seid ihr daran niemals schuld! Niemals für das Verhalten eures Gegenübers verantwortlich!

Vielmehr ist es dieser – weil er euch als Unterwürfige betrachtet, die man durch die eigene Ausübung von Macht auch gegen euren Willen manipulieren sowie dominieren kann. Um sich dann wiederum auf eurem Rücken „aufzuwerten“.

Letzteres ist aber niemals der Fall. Jemand, der sich so verhält, ist keine gute oder bessere Person.

Tipps für richtiges Verhalten gegen „Catcalling“

Solltet ihr an einem öffentlichen oder auch privaten Ort sein, wo es viele andere Menschen gibt, kann es helfen, diese aufmerksam zu machen.

Sobald der „Catcaller“ dies dann wiederum bemerkt, wird ihm das mit Sicherheit sehr unangenehm – weil er nicht öffentlich in negativer Art und Weise an den Pranger gestellt werden möchte. Während er gerade euch gegenüber scheinbare Komplimente gibt (und, dadurch seine eigene Macht auf eurem Rücken verbal missbräuchlich ausübt)!

Solltet ihr dagegen zum Beispiel irgendwo in einem Club sein, versucht es, dort dem Personal vor Ort Bescheid zu geben, dass hier gegenüber von euch „Catcalling“ stattfindet oder stattgefunden hat! In Folge dessen kann dann dieses sofort reagieren!

Ebenso kann es auch vorkommen, dass eine andere Person „gecatcallt“ wird. In diesem Fall hilft es euch, immer achtsam zu sein – und, euch um die jeweilige Person zu kümmern (vielleicht braucht sie ja auf Grund des „Catcallings“ von euch Hilfe).

Bringt euch währenddessen niemals selbst nicht in Gefahr – aber signalisiert dem Angreifer mehr als deutlich, dass sein Verhalten gegenüber der anderen Person eindeutig übergriffig ist!

Dabei entscheidet ihr auch immer selbst, ob ihr gerade eine Aussage des Angreifers als Kompliment auffasst oder nicht.

Wichtig ist, dass es hier egal ist, was genau der „Catcaller“ als „Kompliment“ sieht.

Sobald ihr nämlich findet, dass die von ihm getätigte Aussage kein Kompliment mehr ist, ist das so.

Weitere Informationen

Dieser Artikel entstand mit Inhalten von glamour.de. Diese wurden für „lebenslust-online.de“ ein ganz klein wenig umgeschrieben und angepasst.

Die Verlinkung auf „chalkbackorg“ in Instagram, die bereits über den ursprünglichen Artikel auf glamour.de zu finden war, wurde auch in diesem Artikel ergänzt.

Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.