Warum kehren viele Gläubige der Kirche den Rücken?

Dieses Thema ist eigentlich nix Neues. Und doch eignet es sich immer wieder, um öffentlich in großem Rahmen erwähnt zu werden.

Wir von „lebenslust-online“ haben uns darüber Gedanken gemacht, warum immer mehr Kirchen in unseren Städten und Gemeinden immer leerer werden. Hier sind insbesondere die großen etablierten Kirchen betroffen; kleinere alternative christliche Gruppen, Kirchen oder Gemeinden können ihre Mitglieder leichter steigern.

Die Gründe:

1. Die großen Kirchen sind „oldskool“

Ihr steht in einer Kirche – und fragt euch, warum da auch noch in heutiger Zeit nach strenger Liturgie Inhalte gesprochen werden? In einer Sprache, die für euch völlig fremd ist? Von einem Pfarrer, der mit seinem Talar wie völlig aus der Zeit gefallen wirkt? Dann seid ihr nicht alleine.

Die Kirchenaustritte bei der Evangelischen und Katholischen Kirche nehmen immer weiter zu!

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2. Unstimmigkeiten in der Machtstruktur bestehender Gemeinden

Abgesehen davon kann es Machtspielchen in Gemeinden geben – mit denen die angeblich so fürsorgliche Institution Kirche selbstverständlich niemals werben würde; die aber trotzdem da sind.

Machtspielchen, in denen sich bestimmte Personen innerhalb von Kirchengemeinden – die dort eine gewisse Macht und Position besitzen – versuchen, sich über andere Kirchenmitglieder hinwegzusetzen und sich über deren Meinung zu stellen, schaden der Institution Kirche insgesamt.

Das Ergebnis ist dann immer nur noch: „So wird es gemacht, wenn ich es so sage! Und vor allem auch, wie ich es sage! Du wiederum hast hier absolut gar nix irgendwie zu melden!“.

Die Opfer dieser Auseinandersetzungen unter dem Dach der Kirche sind frustriert, innerlich enttäuscht – und können sich in Folge dessen aus Gemeinden entfernen. Weil sie sich nicht weiter in Gemeinden aufhalten wollen, in denen nur das Recht bestimmter stärkerer Personen gilt und ihres nicht… In Folge dessen wechseln sie die Kirchengemeinde – oder aber, steigen vollständig aus der Kirche aus!

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3. Falsche Social Media-Strategie

Kirchen müssen sich in heutiger Zeit auch mit Social Media auseinandersetzen. Ob sie dies so wollen oder nicht. Denn insbesondere viele junge Leute, die ihre Gemeinden am Leben halten könnten, werden nur noch über Social Media erreicht.

Wenn dann aber nicht alle Register seitens der Gemeinden gezogen werden – und zum Beispiel nicht über Videos, Reels oder Shorts versucht wird, junge Gläubige zu erreichen, nehmen diese etablierte kirchliche Institutionen nicht mehr wahr.

Newsletter, die Kirchen vielleicht als einzigstes virtuelles Instrument anbieten, werden einige junge Menschen nicht mehr abonnieren wollen. Weil ihnen eine direktere Ansprache per Video wesentlich lieber ist – und, sie sich den vielen Text in vielen kirchlichen Internetseiten, der womöglich auch noch in einer für sie fremden Sprache geschrieben ist, nicht mehr länger durchlesen wollen.

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4. Entfremdung wegen Missbrauch

Manche Kirchenmitglieder verlassen die Kirche aus persönlichen Gründen. Weil sie sich von ihr oder den Mitgliedern verletzt fühlen. Diese Verletzungen können aber nicht nur, wie vorhin bereits in dem Artikel beschrieben, in verbaler Form über Machtspielchen erfolgen. Sondern auch, körperlicher Natur (gewesen) sein!

Immer wieder kommen neue Missbrauchsvorwürfe durch Geistliche ans Licht, die sich insbesondere über die großen etablierten Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten das Vertrauen von Kindern erschlichen und diese daraufhin gequält haben… Immer wieder wird dann von der Kirche aus gesagt, dass sich ihre Institution Kirche darum kümmern würde, damit so etwas nicht wieder passiert… Und es wiederholt sich dann letztendlich doch!

In Folge dessen verlieren Kirchenmitglieder den Glauben in die Institution Kirche – weil ein solcher Missbrauch unter schutzbefohlenen Gläubigen absolut von niemandem in der Gesellschaft toleriert wird. Weder von den Betroffenen selbst; noch von all jenen, die darüber letztlich erfahren. Und in Folge dessen dann schockiert und wütend darüber sind, was im angeblichen „Schutzraum Kirche“ hintenrum passiert (ist)!

Wenn ihr entsprechende Erfahrungen selbst auch mal gemacht habt, zögert nicht, euch Hilfe zu holen! Ihr findet die 24 Stunden lang geschaltete Telefonseelsorge sowie weitere Adressen hier!

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5. „Ich brauche keine Kirche, um meinen Glauben zu leben!“

Immer mehr Personen in der Gesellschaft glauben zwar an Gott, gehen dafür aber nicht mehr in die Kirche. Weil sie sich sagen: „Ich brauche keine Kirche, um meinen Glauben zu leben!“.

Oder aber auch: „Ich kann das überall, wo ich bin – so, wie ich es möchte!“

In Folge dessen werden etablierte Kirchengemeinden dementsprechende Mitglieder nicht mehr länger in regelmäßigen Gottesdiensten vor Ort sehen.

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6. Einwohnersterben von Gemeinden – und damit verbunden, auch den Kirchenmitgliedern

Nicht nur die Gentrifizierung schreitet voran; es sterben auch immer stärker jene Menschen, die in Gemeinden den Gang zur Kirche noch als sonntägliche Pflicht gesehen haben.

Auf diesen sich verändernden Umstand im gesellschaftlichen Miteinander muss die Institution Kirche reagieren – über ihre Gemeinden.

Sollten zu viele Kirchenmitglieder einer Gemeinde sterben, werden diese Gemeinden mit anderen Kirchengemeinden zusammengelegt – oder sogar, ihre Gotteshäuser komplett geschlossen, weil sich jede Inbetriebnahme nicht mehr länger lohnt.

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7. Wenig Interesse an einer theologischen Ausbildung

Die Zahl derer, die Theologie studieren wollen, sinkt. Das merken auch die Kirchen – weil ihnen ganz urplötzlich Pfarrer:innen ausgehen.

In Folge dessen sind die Gemeinden dazu eingeladen, ihren Dienst an Gott noch stärker attraktiv zu machen. Und Ausbildungsbetriebe darauf angewiesen, stärker in die Offensive zu gehen, um neue Student:innen zu gewinnen. Neue junge Gesichter, die die Pfarrer:innen von morgen werden könnten.

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8. „Ich glaube nicht an Gott!“

Wenn ihr das entsprechend behauptet, seid ihr Atheisten. Und damit Personen, die die Existenz einer übernatürlichen Macht ablehnen.

Dieser Standpunkt des Atheismus unterscheidet sich dann wiederum vom Agnostizismus, über den die Existenz Gottes als unklärbar oder unbekannt angesehen wird.

Abgesehen davon kann Atheismus auch einfach nur die Ablehnung eines Glaubens an Gott sein, ohne jede weitere definitive Schlussfolgerung zu ziehen.

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9. Alternative Gruppen, Kirchen oder Gemeinden, die funktionieren

Nach den vielen Negativ-Beispielen jetzt noch eine Überraschung: Ja – es gibt tatsächlich auch Gemeinden, die funktionieren!

Diese finden sich bei uns in Deutschland und auch im Ausland allerdings eher weniger in großen etablierten Kirchen – sondern eher in alternativen Gruppen, Kirchen oder Gemeinden, die von diesen abweichen.

Manche dieser christlichen Gemeinschaften können sektenähnliche Strukturen haben – wie zum Beispiel der „Bruno-Gröning-Freundeskreis„. Manche aber auch, in der Gebetsform lustig sein wie die „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters„… Oder aber, manche auch noch queere Themen offen ansprechen, was in etablierten großen Kirchen so nicht gehandhabt wird (wir berichteten hinsichtlich der aktivistischen „GayChurch Berlin„).

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Weitere Informationen

Dieser Artikel besteht aus Links zu verschiedensten kirchlichen Institutionen, Gruppen, journalistischen Plattformen oder auch Gemeinden. Sie alle enthalten weitere Informationen zu diesem Thema.

Hinweis zur Grafik oben: Diese Grafik wurde von einer KI generiert.